KVSH versorgt Medizinstudierende

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) verteilt im Rahmen ihrer Aktion „Mehr.Arzt.Leben!“ Masken an die Medizinstudierenden der Universitäten Kiel und Lübeck. Über 500 Mund-Nasen-Bedeckungen hat die KVSH bei einem Anbieter in Kiel produzieren lassen – ganz schlicht versehen mit dem Aeskulap-Symbol als Logo. „Uns geht es darum, auf die Attraktivität des niedergelassenen Arztes als berufliche Perspektive hinzuweisen. Gestalterisch konzentrieren wir uns daher aufs Wesentliche“, sagte KVSH Vorstandsvorsitzende Dr. Monika Schliffke.

25.05.2020

In Schleswig-Holstein sind zurzeit 2.004 Hausärztinnen und Hausärzte tätig. Rund ein Drittel hiervon sind älter als 60 Jahre: In absoluten Zahlen 624 Ärztinnen und Ärzte. „Daher müssen wir unser Hauptaugenmerk darauflegen, in absehbarer Zeit Nachfolger für diese Kolleginnen und Kollegen zu finden“, verdeutlicht die Vorstandsvorsitzende. Die KVSH hat daher bereits vor Jahren die Kampagne „Mehr.Arzt.Leben!“ ins Leben gerufen. Sie richtet sich an Studierende der Medizin und fasst alle aktuellen Informationen und auch Unterstützungsmöglichkeiten für die Niederlassung zusammen. Denn gerade die freiberufliche Tätigkeit bietet große Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Bestrebungen, sich im ländlichen Raum niederzulassen, unterstützt die KVSH umfangreich. So erhalten Medizinstudentinnen und -studenten, die ihr Blockpraktikum in einer Hausarztpraxis außerhalb der Universitätsstädte absolvieren, von der KVSH einen Fahrtkostenzuschuss. Darüber hinaus bezuschusst die KVSH Famulaturen in den Praxen finanziell und fördert Studierende, die sich im Praktischen Jahr (PJ) für einen Abschnitt in der Allgemeinmedizin entscheiden.

Eine große Herausforderung bei der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Land wird auch in Zukunft sein, Wege zu finden, wie sich die persönlichen Bedürfnisse des Nachwuchses mit den historisch entwickelten Strukturen in Deckung bringen lassen. Jüngere Menschen möchten mehrheitlich in Kooperationen zusammenarbeiten. Frei werden aber vornehmlich Einzelpraxen. „Mit dem Strukturfonds reagieren wir auf diese Entwicklung“, erläutert Dr. Schliffke. „Damit fördern wir hausärztliche Teampraxen und schaffen lokale Gesundheitszentren, in denen sowohl freiberuflich-selbstständige als auch Ärzte in Anstellung tätig werden können“. Politik und Selbstverwaltung seien aufgefordert, für diese gesellschaftlichen Veränderungen Lösungen zu finden, die von der nachfolgenden Generation angenommen werden.

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