Umfrage - Studien - Projekte

Zi startet Umfrage bei frisch niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten

Nach den Erfahrungen von Ärzten und Psychotherapeuten, die sich neu niedergelassen haben, fragt das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in einer bundesweiten Umfrage. Im Fokus stehen dabei die Themen Karrierewahl und Existenzgründung. Die Umfrage läuft bis zum 20. Juni.

Gefragt wird unter anderem nach den Gründen für die Niederlassung, dem Verlauf der Niederlassung in der eigenen Praxis und der Zufriedenheit mit der aktuellen Tätigkeit. Um teilzunehmen, wird ein persönlicher Zugangscode benötigt. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) verschickt diesen in den nächsten Tagen in einem Einladungsschreiben. Damit lässt sich der Fragebogen dann online beantworten. Die Umfrageergebnisse sollen insbesondere dazu genutzt werden, Empfehlungen abzuleiten, wie die Kassenärztlichen Vereinigungen Niedergelassene bei der Existenzgründung noch besser unterstützen können. Mit der Umfrage will das Zi zudem die positiven Aspekte der ambulanten Niederlassung herausarbeiten.

Die Teilnahme ist freiwillig; Teilnehmende erhalten eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro.

Weitere Informationen für Interessierte: www.kwex-studie.de.

Befragung zur wirtschaftlichen Situation der Praxen bis Ende Mai verlängert

Die aktuelle Erhebung von Daten zur wirtschaftlichen Situation der Praxen wurde um einen Monat verlängert. Praxen können noch bis zum 31. Mai teilnehmen. Das Zi-Praxis-Panel untersucht jährlich die Wirtschaftslage und die Versorgungsstrukturen der Praxen.

Für das aktuelle Praxis-Panel hatte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) im März etwa 68.000 Praxen per E-Mail oder postalisch angeschrieben. Dabei wurden alle Arztgruppen einschließlich der Psychotherapeuten berücksichtigt. Mit den erhaltenen Zugangsdaten können die Angeschriebenen online an der Befragung teilnehmen. Die Erhebung erfolgt im Auftrag der KBV.

Auswirkungen von Energiekrise und Inflation

Der Online-Fragebogen ist zweigeteilt: Zunächst machen Praxen Angaben zu Personal und Management. Im zweiten Teil geht es um die Finanzdaten. Befragungszeitraum sind die Jahre 2019 bis 2022. In dieser Erhebung geht es vor allem darum, die Auswirkungen insbesondere von Energiekrise und Inflation auf die Praxen im Jahr 2022 darzustellen.

Zudem werden verschiedene Aspekte zum Thema Praxisübergabe näher beleuchtet. Gegenstand sind die Planung beziehungsweise die Perspektive einer möglichen Praxisübergabe sowie die damit verbundenen Herausforderungen. Dabei geht es um Probleme bei der Suche nach einer Nachfolge, die konkrete Ausgestaltung der Praxisübergabe sowie Beratungsmöglichkeiten.

Höhere Aufwandspauschale

Zu den Finanzangaben der Praxis wird eine Bestätigung durch den jeweiligen Steuerberater (oder verwandte Berufsgruppen) erbeten. Die Teilnahme ist aber auch ohne Bestätigung insgesamt noch bis Ende Mai möglich.

Für den Aufwand zahlt das Zentralinstitut eine Aufwandspauschale von 270 Euro für Einzelpraxen und 420 Euro für Gemeinschaftspraxen. Gemeinschaftspraxen mit mehr als drei Inhabern erhalten 470 Euro.

Zudem erhalten teilnehmende Praxen nach Abschluss der Datenauswertung einen individuellen Praxisbericht mit Vergleichskennzahlen. Anhand dessen ist erkennbar, wo die Praxis im Vergleich zu anderen der Fachgruppe wirtschaftlich steht.

Forschungsprojekt zum Diagnosenkopf im KV-MIO Format

Die Fakultät für Gesundheit Universität Witten/Herdecke untersucht im Rahmen eines Forschungsprojektes die Präferenzen von Ärzt:innen bezüglich der Struktur und Inhalte des Diagnosekopfes in Krankenhaus Entlassbriefen. Ziel ist es, ähnlich zum bundeseinheitlichen Medikationsplan, einen einheitlichen digitalen Diagnosenkopf zu entwickeln, der auf die Bedürfnisse der Ärzteschaft und Anforderungen des Versorgungsalltags zugeschnitten ist. Dieser soll anschließend in die Struktur der KV-MIO „KH-Entlassbrief“ überführt werden (siehe: https://mio.kbv.de/display/KHE1X0X0/KH-Entlassbrief+1.0.0). 

Um die Bedürfnisse der Empfänger im niedergelassenen Sektor und insbesondere von KV-Mitgliedern zu berücksichtigen, führt die Fakultät deshalb eine bundesweite wissenschaftlich Umfrage durch: https://limesurvey.uni-wh.de/index.php/956621?lang=de

Bitte um Mithilfe zur Verbesserung der Transparenz der Auswirkungen von Medikamenten-Lieferengpässen

Welche Auswirkungen haben die Medikamentenengpässe auf die Patientenversorgung? Wie groß ist der Zeitmehraufwand für Sie als Ärztinnen und Ärzte?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen konzipierte das Institut für Pharmakologie der MHH unter Leitung von Prof. Dr. Roland Seifert eine Umfrage. Im Zusammenhang mit der Lieferengpass-Situation seit November 2022 wird analysiert, welche Wirkstoffe nicht gut ersetzbar sind und wo das Ersetzen den Behandlungserfolg gefährdet. Die Quantifizierung des Zeitmehraufwands für Ärztinnen und Ärzte könnte einen Beitrag zur Entwicklung von Lösungsansätzen zur Reduktion dieses Mehraufwands liefern.

Das Institut benötigt dazu Ihre Erfahrung aus Ihrer täglichen Arbeit und bitten um Ihre Teilnahme an der Umfrage. Sie dauert ca. 10 Min. und ist fachrichtungsunspezifisch.

Hier kommen Sie direkt zur Umfrage: https://webext.mh-hannover.de/soscisurvey/Lieferengpass/

Post-COVID-19-Patienten für PreVitaCOV-Studie gesucht

Das Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, sucht für das Projekt PreVitaCOV hausärztliche Praxen, die Patientinnen und Patienten mit Post-Covid-19-Syndrom (PCS) betreuen. Die randomisierte placebo-kontrollierte Pilotstudie untersucht die Wirksamkeit von Prednisolon und Vitamin B1/B6/VitB12 allein oder in Kombination. Das Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob entzündungshemmende Medikamente (das Cortison-Präparat Prednisolon) und/oder nervenunterstützende Vitamine (B1, B6 und B12) die anhaltenden Beschwerden nach einer COVID-19-Infektion lindern können.

Mehr Informationen und Kontaktdaten weiterer Studienzentren: www.ukw.de/forschung-lehre/previtacov-studie/startseite/

Universität Lübeck: Studie zum Thema Videospielverhalten von Kindern und Jugendlichen 

Im Rahmen einer internationalen Studie zum Thema Videospielverhalten von Kindern und Jugendlichen und über die Wahrnehmung dieses Spielverhaltens durch die Eltern/Erziehungsberechtigten hat die Universität Lübeck (Prof. Rumpf, Department of Psychiatry & Psychotherapie; https://psychiatrie-luebeck.de/staff/hans-jurgen-rumpf/) und die Universität Duisburg-Essen (Dr. Wegmann, General Psychology: Cognition & Center for Behavorial Addiction Research; https://www.uni-due.de/kognitionspsychologie/wegmann.php), für die Erhebung in Deutschland die Leitung übernommen. Diese Studie richtet sich gezielt an Eltern und Erziehungsberechtige eines Kindes im Alter von 5 bis 17 Jahren, welches Videospiele spielt oder gespielt hat. In der Studie soll neben den Spielgewohnheiten geprüft werden, wie bei Videospielen mit Ausgabemodalitäten, wie digitale Kaufoptionen oder das Kaufverhalten in Spielen, umgegangen wird. Das Ziel dabei ist es zu prüfen, wie Kinder auf der ganzen Welt mit Videospielen und den darin enthaltenen digitalen Kaufoptionen interagieren und inwieweit Eltern und Erziehungsberechtigten beim Umgang mit diesen Aktivitäten Unterstützung benötigen. Die Ergebnisse der Studie können von politischen Entscheidungsträger*innen und Kinderärzt*innen genutzt werden, um Richtlinien für die Regulierung von In-Game-Käufen für Kinder und Jugendliche zu erstellen.

Die Online-Umfrage wird in über 20 Ländern erhoben, die ca. 15-20 Minuten in Anspruch nimmt. Die internationale Studienleitung erfolgt durch Dillon Brown (Universität Waterloo, Kanada), Zsolt Demetrovics und Andrea Czakó (Universität Gibraltar, Gibraltar) und Orsolya Kíraly (ELTE Eötvös Loránd Universität, Ungarn). Ein Ethikvotum der Universität Waterloo, Kanada, liegt ebenfalls vor.

Mehr Informationen und ein Link zur Teilnahme unter www.uni-due.de/kognitionspsychologie/microtransactionstudy

© 2024 KVSH