Grippeschutzimpfung

Angesichts der COVID-19-Pandemie ist es in dieser Grippesaison besonders wichtig, dass sich vor allem möglichst viele Risikopatienten impfen lassen, damit sich die saisonale Influenza und das Pandemiegeschehen nach Möglichkeit wenig überlagern.

Grippeimpfstoff Saison 2021/22 - Impfstoffe für Personen ab 60 Jahre (04.03.2021)

Die Ständige Impfkommission hat ihre Impfempfehlung für Personen ab 60 Jahre geändert. Der Personenkreis sollte ausschließlich mit einem Highdose-Impfstoff versorgt werden. Die Empfehlung wurde vom
Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) übernommen. Der Beschluss des G-BA wurde jedoch vom Bundesministerium beanstandet.

Das bedeutet:

Für Personen ab 60 Jahre kann sowohl der Highdose-Impfstoff (zur Zeit Efluelda®), als auch jeder andere quadrivalente Grippeimpfstoff unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes zu Kassenlasten verimpft werden. Die Frist zur Korrektur der Vorbestellung wurde auf den 13.03.2021 verlängert. Hintergrund für die Beanstandung ist die Befürchtung, dass nicht für alle Personen ab 60 Jahre Highdose-Impfstoff zur Verfügung steht.

Pressemitteilung: Ärzte und Apotheker in Schleswig-Holstein werben weiter für Grippeimpfung

Kiel / Bad Segeberg, 11.01.2021 - Während sich aktuell alle Hoffnungen auf die COVID-19-Impfungen richten, gerät das Thema Grippeimpfung in den Hintergrund. Dabei ist auch im Januar eine Schutzimpfung gegen Grippe noch möglich und sinnvoll. Darauf hat das Robert-Koch-Institut wiederholt hingewiesen. Die gute Botschaft aus Arztpraxen und Apotheken in Schleswig-Holstein lautet: Es steht noch Grippeimpfstoff zur Verfügung!

Die Nachfrage nach Grippeimpfungen war seit dem Start der aktuellen Saison so hoch wie noch nie. Deutschlandweit standen rund 30 Prozent mehr Impfdosen zur Verfügung als in der Impfsaison 2019/2020. „Diese um fast ein Drittel gestiegene Menge hatte zwischenzeitlich zu Lieferengpässen geführt, so dass die hohe Nachfrage nicht zu jeder Zeit und für jede Arztpraxis sofort durch unsere Apotheken befriedigt werden konnte,“ erklärt der Verbandschef der Apotheken, Dr. Peter Froese, die Situation. „Unsere Ärztinnen und Ärzte mussten zwischenzeitlich auch mal Impfwillige vertrösten, obwohl gerade jetzt in Zeiten der COVID-19-Pandemie jede Impfung gegen Influenza, einer ebenfalls gefährlichen Atemwegserkrankung, zählt“, fügt die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, Dr. Monika Schliffke, hinzu. Umso erfreulicher sei es, dass nochmals Grippeimpfstoff nachbeschafft werden konnte und jetzt weiterhin zur Verfügung steht, stellen die beide in einer gemeinsamen Erklärung fest. „Die Apotheken im Land können bei Bedarf noch liefern“, so Froese. „Auch jetzt noch dient das Impfen gegen die Grippe in der Arztpraxis nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern trägt auch zur Entlastung unseres Gesundheitssystems bei“, betont Schliffke.

Kein Regressrisiko bei Verwendung von Fluzone® High-Dose Quadrivalent 2020/2021

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung weist darauf hin, dass die Kosten von Fluzone® für gesetzlich Versicherte von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden und Vertragsärztinnen und Vertragsärzte bei einem indikationsgerechten Einsatz keinen Regress zu befürchten haben.

Grippeimpfstoff Saison 2021/22 - So verordnen Sie wirtschaftlich

Damit Sie Grippeimpfstoffe kostengünstig und in der bedarfsgerechten Menge für Ihre Praxis beziehen können, schlagen wir folgende Vorgehensweise vor.

  • Vorbestellung ab sofort bis zum 20. Januar 2021 in Höhe von bis zu 100 Prozent des Saisonbedarfs Ihrer Praxis bei einer Apotheke Ihrer Wahl in Schleswig-Hol­stein, bzw. bei Apotheken, die zu diesen Konditionen liefern – nur auf Muster 16a – Impfstoffe
  • Umfangreichere Vorbestellungen sollten Sie auf mehrere Rezepte oder Rezeptzeilen verteilen. So wird eine zeitnahe und mengengerechte Belieferung gewährleistet.
  • Nachbestellungen sind bei Bedarf jederzeit möglich.
  • Abb. A: Muster Saisonbestellung über Ihren Saisonbedarf und auf mehrere Rezepte/Rezeptzeilen verteilt
  • Abb. B: Muster Folgebestellung je nach Bedarf

Eine wirtschaftliche Versorgung erfolgt bei Beachtung der beigefügten Preistabelle, falls Sie produkt-/herstellerbezogen verordnen. Bei generischer Verordnung sollte diese in Absprache mit Ihrer Apotheke zur wirtschaftlichen Belieferung gemäß der Preistabelle erfolgen.

Grippeimpfstoffe 2021/2022 - Preisinformation der Krankenkassen gem. § 73 Abs. 8 SGB V nach Mitteilung der Hersteller (Stand: 14.12.2020)

Umfrage: Lieferprobleme bei Grippeimpfstoffen

Das Paul-Ehrlich-Institut führt vor dem Hintergrund der Rückmeldungen zu Lieferproblemen bei Grippeimpfstoffen eine Umfrage für Ärzte durch. Sie soll dazu dienen zu verstehen, wann der Grippeimpfstoff bestellt wurde, ob nachbestellt wurde und wieviel davon die Ärzte erhalten haben. Die Umfrage umfasst 17 Fragen. Die Bearbeitungsdauer beträgt etwa 10 Minuten. Alle Daten werden anonym erhoben. Sie finden die Umfrage unter folgendem Link: www.pei.de/umfrage-aerzte

Die Hersteller der Grippeimpfstoffe haben mit der Auslieferung an die Apotheken in Schleswig-Holstein begonnen. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen sollten die Grippeimpfungen zeitnah begonnen werden, damit das Patientenaufkommen in den Praxen entsprechend gestreckt werden kann. Auch wenn die Nachfrage in diesem Jahr vermutlich höher ausfallen wird als in der Vergangenheit, sollten die Impfstoffe bevorzugt bei den entsprechenden Risikogruppen (Personen über 60 Jahre, medizinisches Personal, sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Erkrankungen wie z.B. Krankheiten der Atmungsorgane, Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten etc. und Schwangeren ab 2. Trimenon) eingesetzt werden.

Weitere Indikationen können der Schutzimpfungsrichtlinie entnommen werden.

Angesichts der COVID-19-Pandemie ist es in dieser Grippesaison besonders wichtig, dass sich vor allem möglichst viele Risikopatienten impfen lassen, damit sich die saisonale Influenza und das Pandemiegeschehen nach Möglichkeit wenig überlagern.

Hohe Impfquote in der Risikogruppe wichtig

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Influenzaimpfung vor allem für Menschen, die ein besonders hohes Risiko für schwere Verläufe einer Influenza oder von COVID-19 haben. Eine hohe Impfquote in der Risikogruppe ist laut STIKO so wichtig, da sie nicht nur individuellen Schutz vor Influenza und einer doppelten Infektion bietet. Vielmehr entlaste sie auch das Gesundheitssystem. Allerdings weist die Kommission darauf hin, dass dafür eine deutlich höhere Impfquote in der Risikogruppe nötig ist. Die bisherige Influenzaimpfbeteiligung sei unzureichend. Demnach haben sich in der Saison 2018/19 nur rund 35 Prozent der Menschen ab 60 Jahre und zwischen 20 und 50 Prozent der chronisch Kranken impfen lassen. Gefährlich ist die Grippe insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke und immungeschwächte Personen. Zudem sollten sich Schwangere und all jene impfen lassen, die aus beruflichen Gründen viel Kontakt zu anderen Menschen haben wie beispielsweise medizinisches Personal.

Praxisinformation

Alle wesentlichen Informationen zur Grippeschutzimpfung hat die KBV zudem in einer Praxisinformation für Ärzte zusammengefasst.

Patienteninfos zur Grippeimpfung

Weitere Materialien zum Thema Impfen

 

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