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Magazin Nordlicht

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Terminservicestelle


13.11.2017


Terminvermittlung künftig auch für Richtlinien-Psychotherapie.

Die Terminservicestellen müssen in Zukunft auch Termine für probatorische Sitzungen bei Psychotherapeuten vermitteln, wenn eine zeitnahe Behandlung erforderlich ist. Das hat das Bundesschiedsamt gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) entschieden. Nach dem Beschluss des Bundesschiedsamtes können sich Patienten künftig auch dann an die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen wenden, wenn sie dringend eine Richtlinien-Psychotherapie benötigen. Voraussetzung ist, dass ein Therapeut auf der individuellen Patienteninformation (PTV 11) eine zeitnahe Behandlung empfohlen hat. Bevor die Änderung in Kraft treten kann, muss noch die Psychotherapie-Vereinbarung angepasst werden. Unter anderem wird das Formular PTV 11 überarbeitet. Auf die Erweiterung der Terminvermittlung hatte der GKV-Spitzenverband gedrängt. Er wollte ursprünglich erreichen, dass die Servicestellen ohne bestimmte Voraussetzungen sämtliche Termine für probatorische Sitzungen und damit für die Richtlinien-Psychotherapie vermitteln müssen. Die KBV lehnte dies mit Hinweis auf die gesetzlichen Regelungen ab, weshalb schließlich das Bundesschiedsamt eingeschaltet werden musste.


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