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Magazin Nordlicht

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Sepsis


08.09.2017


Informationen für Ärzte und Patienten

Weltweit sterben jährlich etwa sechs Millionen Menschen an einer Sepsis – die meisten Fälle davon wären vermeidbar. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) stellt deshalb Informationen für Ärzte und Patienten bereit, um stärker für die Infektionskrankheit zu sensibilisieren. 
 
Patienteninformation zur Auslage im Wartezimmer

Um das Wissen in der Bevölkerung zu erhöhen und die Menschen für die Gefahren dieser nur wenig bekannten Krankheit zu sensibilisieren, hat die KBV eine Patienteninformation erstellt. Auf einer Seite werden Ursachen und Symptome leicht verständlich zusammengefasst. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken schützen können. Ärzte können das Infoblatt kostenlos herunterladen, ausdrucken und im Wartezimmer auslegen.

Auf einer neuen Themenseite im Internet stellt die KBV Informationen für Ärzte bereit, die helfen sollen, eine Sepsis frühzeitig zu erkennen: www.kbv.de/html/sepsis.php 

Unspezifische Symptome erkennen

Viel häufiger als Wundinfektionen lösen innere Infektionen wie Lungenentzündungen, Harnwegsentzündungen oder Entzündungen des Bauchraums eine Sepsis aus. Die Symptome können denen einer Influenza ähneln – beispielsweise hohes Fieber und (Muskel-)Schmerzen. Weitere Anzeichen sind plötzliche Verwirrtheit, Schläfrigkeit oder Unruhe, verfärbte oder fleckige Haut, schneller Herzschlag, niedriger Blutdruck, schnelle, schwere Atmung oder Luftnot.

Die KBV unterstützt Praxen bei der Information ihrer Patienten mit einem speziellen Flyer mit großer Impf-Übersicht: „Klein und gemein – Gib‘ Viren und Bakterien keine Chance!“. Dieser kann kostenlos per E-Mail an versand@kbv.de bestellt werden.

Sepsis in Deutschland

Die Sepsis Stiftung schätzt, dass von den jährlich insgesamt 70.000 Sepsis-Todesfällen etwa 15.000 bis 20.000 vermeidbar wären. In Deutschland ist die Sepsis-Sterblichkeit auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes in den vergangenen Jahren insgesamt zwar leicht gesunken – von etwa 27 Prozent im Jahr 2007 auf 24,3 Prozent im Jahr 2013. Beim septischen Schock ist die Sterblichkeit mit fast 60 Prozent jedoch unverändert hoch.


Patienteninformation "Sepsis" als PDF-Download


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